page0_1Christoph Schneider, Redakteur bei ZDF und 3sat, schreibt dazu: „Dieser Band ist 250 Seiten stark [...]. Hier vertieft Pfr. Hartmann Fragen des Umgangs mit Gewalt in der Gesellschaft, in der Friedensbewegung und Friedenspädagogik, besonders der Siebzigerjahre, thematisiert Gewalt und Aggression als menschliche „Konstanten“ (Verhaltensforschung und Psychoanalyse) sowie auch Gewalt in der Bibel. Wie der Titel andeutet, geht es dann schwerpunktmäßig um Gewalt unter Kindern und Jugendlichen, auch im Hinblick auf Computerspiele und greift die aktuelle Diskussion um so genannte „Killerspiele“ auf. Hartmann vertritt in dem Buch Thesen, die überraschen und zur Diskussion auffordern sollen.“

Im Klappentext des Eichborn-Verlags heißt es dazu:


Gewalt darf nicht sein? Im Gegenteil – sie muss sein. Dieses provokante Plädoyer fordert das Ende der Tabuisierung von Gewalt.
Ein Gespenst geht um in Deutschland – das Gespenst einer ungezügelten Zunahme von Gewalt bei Kindern und Jugendlichen. Vorfälle wie der Amoklauf von Erfurt 2002 oder von Emsdetten 2006 scheinen diese Annahme zu bestätigen. Verantwortlich gemacht werden in erster Linie brutale Computerspiele und Gewaltvideos. Dem widerspricht Thomas Hartmann. Nicht die Kinder und Jugendlichen sind das Problem, sondern wir. Anstatt sich mit der eigenen Gewaltbereitschaft auseinander zu setzen, wird jegliche Gewalt tabuisiert und auf die anderen abgeschoben, die kriminalisiert werden. Kinder brauchen aber spielerische Gewalt und das Ausleben ihrer Aggressionen.

Hartmann fordert eine gesellschaftliche Diskussion über Gewalterziehung und zeigt, wie Aggressionen durch Sport und Spiel kanalisiert werden können – auch durch Computerspiele und Videos.