Streitgespräch in chrismon
Die evangelische Monatszeitschrift chrismon (erscheint als Beilage unter anderem in der Zeit, der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Tagesspiegel) brachte im Juni 2008 in der Rubrik „Begegnung“ ein kontroverses, längeres Streitgespräch zwischen dem Biologen und Hirnforscher Professor Gerald Hüther (Buchautor unter anderem von "Computersüchtig - Kinder im Smog moderner Medien") und mir.

Zeitungsberichte: Vortrag mit Diskussion in Wiesbaden
"Schluss mit dem Gewalt-Tabu"
Der an der Blücherschule – Europaschule in Wiesbaden von der Europaschulkoordinatorin Monika Frickhofen eingeleitete und moderierte Abend am 8. Mai war mit etwa 50 Gästen gut besucht und brachte eine rege Diskussion mit Pfarrer und Autor Thomas Hartmann. Presseberichte dazu finden sich im Wiesbadener Kurier sowie im Wiesbadener Tagblatt.

Artikel "Das Ende des Gewalt-Tabus" in Baby und Familie
"Wenn Kinder miteinander spielen, kommt es auch immer wieder zu aggressivem Verhalten. Wie Eltern am besten damit umgehen" - diese Sätze leiten einen längeren Beitrag in der Mai-Ausgabe von "BABY und Familie" ein, das kostenlos in Apotheken ausliegt. Auf den Seiten 46 und 47 berichtet Redakteurin Barbara Weichs über Meinungen und Aussagen von Psychologe Thomas Grüner sowie mir zum Thema des Artikels.

So blond ...
Einmal ein Held - das Lifestyle-Magazin "blond" hat mich als "Pixel-Prediger" zum "Held des Monats" gekürt und bringt einen flott geschriebenen Artikel über mich und das Buch zum "Gewalt-Tabu". Online gibt es den Beitrag auf Seite 47 des Magazins bisher leider nicht, aber das Heft ist im Zeitschriftenhandel für nur 1 Euro erhältlich.

Rezension im Südkurier
Die Konstanzer Tageszeitung Südkurier hat eine Rezension zum "Gewalt-Tabu" veröffentlicht. Aus dem Artikel: "In seinem Buch argumentiert er schlüssig und erfrischend gelassen gegen die kurzsichtigen Behauptungen, die zuverlässig immer dann aufgestellt werden, wenn wieder mal ein jugendlicher Gewaltakt für hysterische Schlagzeilen sorgt. Gewalt, schreibt Hartmann, sei eine unausrottbare 'anthropologische Konstante', wie die Menschheitsgeschichte und nicht zuletzt die Bibel belege. (...) Seine Analyse der Kriminalstatistiken hingegen nimmt Populisten das Segel aus dem Wind. Abgerundet werden seine Ausführungen um konkrete Tipps für Eltern und Erzieher sowie Vorschlägen für 'Coolness'- und Konflikttraining. Ein lesenswertes Buch, das die Debatte um neue Aspekte bereichert." Der komplette Artikel ist online hier nachzulesen.

Vortrag mit Diskussion - Schluss mit dem Gewalt-Tabu
Warum Kinder ballern und sich prügeln müssen
Thomas Hartmann, Pfarrer und Pädagoge, Wiesbaden
Moderation: Dr. Angela Stender, Fachstelle Gesellschaftliche Verantwortung Dekanate Grünberg, Hungen, Kirchberg
Mo 14. April um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Ev. Marienstiftsgemeinde Lich
Dieser Abend ist Teil einer Reihe zum Thema "Ohne Gewalt geht es (nicht)?!" Dabei handelte es sich um eine
Veranstaltung der AG Erwachsenenbildung Mittelhessen und der Fachstelle für Gesellschaftliche Verantwortung Grünberg-Hungen-Kirchberg in Zusammenarbeit mit dem Kino Traumstern Lich

Live-Radiosendung zum "Gewalt-Tabu"
Am Montag, den 4. April 2008 zwischen 20:00 und 22:00 Uhr unterhielt sich Radiomoderator Joachim Lippert live mit Thomas Hartmann über dessen Buch "Schluss mit dem Gewalt-Tabu". Außerdem war als weiterer Gast der Techniker und Computerspiel-Experte Wolfgang Schick anwesend. Dazu gab es in den Gesprächspausen Musik zu hören. Informationen zur Sendung gibt es hier.

Monika Armand,
Diplom-Pädagogin mit profunden Kenntnissen in Neurobiologie und Psychologie, stellt das Buch über das "Gewalt-Tabu" vor. Dies ist mehr als eine Rezension. Zugleich bringt sie ein Werk der Professoren F. Petermann, M. Döpfner und M.H. Schmidt über Aggressiv-dissoziale Störungen aus dem Leitfaden Kinder- und Jugendpsychotherapie, Band 3 ein und diskutiert das Thema vor fachlichem wie persönlichem Hintergrund. Der Beitrag findet sich hier.

In
provo - "Das Publik-Forum-Jugendmagazin" - ist gedruckt sowie online der Artikel "Viel Pixel-Blut" zum Buch über das "Gewalt-Tabu" erschienen, hier nachzulesen.

Rezension auf Videospielplatz.de zum "Gewalt-Tabu", aus dem Fazit: "Hartmann schreibt während der 260 Seiten überaus unterhaltsam und kurzweilig. Bisweilen wirkt der ein oder andere Abschnitt zu kurz (Gewaltprävention), der ein oder andere Abschnitt dafür zu lang (Die Friedensbewegung der 70er und 80er Jahre). Gespickt mit vielen Beispielen aus seinem Alltag als Familienvater und Pfarrer wirken seine Ansichten oft plastisch und aus dem Leben gegriffen. Argumentiert wird jederzeit vorsichtig und weitsichtig. Seine Thesen sind nicht in Stein gemeißelt, vielmehr geht es Hartmann darum die Diskussion um bestimmte Aspekte zu erweitern, Pro- und Contraargumente sorgsam abzuwägen."

Die Wochenzeitung "Die Zeit" (dort fand online am Ende des Artikels eine kontroverse Leserdebatte zum Thema statt) rezensierte mein Buch über das Gewalt-Tabu in ihrer Ausgabe vom 14. Februar - wenn auch mit einem heftigen Verriss. Zum Hintergrund der Rezensentin Dorion Weickmann ist interessant zu wissen, dass sie über das Thema Der dressierte Leib. Kulturgeschichte des Balletts (1580-1870) promovierte. Sehr viel weiter könnte sie inhaltlich und "mental" wohl kaum zu den in meinem Buch dargestellten Themen entfernt sein.
Sie argumentiert erkennbar aus der Sicht jener Bildungsbürger und Kulturpessimisten, die ich kritisiere, weil ihnen offensichtlich jedes Verständnis für die aktuelle Jugendkultur abgeht, die schon immer provokant, manchmal derb und banal und jedenfalls für gesellschaftlich etablierte und mit den schöngeistigen Künsten vertraute Erwachsene kaum erträglich war und ist. Gerade darin aber liegt der Reiz für Kinder und Jugendliche, sich von der Erwachsenenwelt drastisch abzugrenzen. Dass meine Argumentation "naiv" sei, wie es in dem Artikel heißt - nun, man muss eben auch die jüngere Forschung zu den Vorteilen des Spielens am Computer zur Kenntnis nehmen und nicht nur immer einseitig auf die zweifellos vorhandenen Schrecken verweisen, die fast ausschließlich in den bundesdeutschen Debatten im Vordergrund stehen. In den USA nimmt man etwa die konstruktiven, also in diesem Sinne positiven Veränderungen im Verhalten und der Einstellung von Nachwuchs-Managern aufgrund ihres selbstverständlichen Aufwachsens mit (auch in ihrer Darstellung brutalen) Computerspielen schon sehr viel genauer wahr, vgl. etwa das Buch
The Kids are Alright: How the Gamer Generation is Changing the Workplace von John C. Beck und Mitchell Wade.
Dass ich von Trendforschern wie Matthias Horx abgeschrieben hätte, wie Frau Weickmann unterstellt, ist unwahr. Es gibt allerdings Konvergenzen in der Argumentation und in der Tat die Notwendigkeit, gegen die Mainstreammeinung hier zu Lande verstärkt Ergebnisse und Anscihten (wie von dem von mir sehr geschätzten amerikanischen Medienexperten Gerard Jones,
Kinder brauchen Monster) zu zitieren.
Ferner meint Frau Weickmann, keiner behaupte, dass Killerspiele allein zu Amokläufen führten. In der Tat, aufgrund der harschen Kritik an solchen eindimensionalen Äußerungen klingen öffentliche Verlautbarungen von Politikern und Kriminologen inzwischen zumeist differenzierter. Das war aber zur Zeit der Entstehung meines Buches im Sommer 2006 nicht der Fall. Zudem die hysterische Debatte über das Verbot von "Killerspielen" durch den Bundestag genau dies suggerierte: "Weg mit dem Schund, das braucht kein Mensch, dann sind auch unsere Kinder wieder friedlich." Etwaige überlegtere Zwischentöne wurden da kaum noch wahrgenommen.
Das Argument, dass ich
"die gravierenden Unterschiede zwischen literarischen und visuellen Gewaltdarstellungen, zwischen Bibel und Märchen einerseits und Kriegsspielen à la Warcraft andererseits komplett verwisch(e)", habe ich schon einmal gehört. Diese Unterschiede würde ich keineswegs bestreiten, sie sind aber in der heutigen Mediengesellschaft geringer als manch Kulturbeflissener - für den letztlich nur Bücher zählen - behauptet. Die psychologischen Mechanismen, um die es hier primär geht, sind jedenfalls sehr ähnlich, wenn es um die Bewältigung von externen wie internen "Monstern" geht, das ist der Punkt.
Dann unterstellt mir die Rezensentin, und spätestens hier wird der Artikel erkennbar unfair und unpräzise:
"'Einen Gegner abzuschießen bedeutet Erleichterung, nicht Grausamkeit', lautet die Bilanz seiner computergestützten Selbstversuche" und will wissen: "Spätestens an dieser Stelle fragt man sich, welches Menschenbild durch den Kopf des Pfarrers geistert." Tatsächlich ist das die Aussage eines jugendlichen Spielers, die ich unübersehbar in Anführungszeichen wiedergebe, aber solche Feinheiten zählen offenbar nicht, wenn man sich auf ein Buch nun schon einmal "eingeschossen" hat - man kann sich gegen aus dem Zusammenhang heraus gerissene Zitate leider kaum wehren.
Noch ein Letztes. Die Rezensentin schreibt:
"
Er lebt in Wiesbaden und ist offenbar noch nie mit der Berliner S-Bahn gefahren. Diese Erfahrung möchte man ihm gönnen. Wer morgens gegen halb acht zusteigt, sieht Drittklässler eingehend darüber beraten, wie sich virtuelle Feinde am besten ausschalten lassen: Abräumen, abknallen, abschlachten, so ungefähr ist das Vokabular. Ein paar Minuten später sitzen diese Kinder in der Schule."
Tatsächlich bin ich mitten in Frankfurt aufgewachsen. Wir haben als Jungen schon damals derbe Sprüche von uns gegeben, etwa fasziniert über abgeschlagene Köpfe bei Alice Coopers Guillotine-Show. Mädchen haben angeekelt und Nase rümpfend weg gehört. Ich weiß als Religions- und Konfirmandenlehrer auch heute noch, was unter Jugendlichen "abgeht", nicht nur im "feineren" Wiesbaden. Kürzlich bin ich tatsächlich in Berlin morgens U-Bahn gefahren. Ich kenne das Phänomen, das Frau Weickmann mir als Erfahrung so sehr gönnt. Vor wenigen Wochen habe ich abends in Mainz in der Straßenbahn eine Horde Jugendlicher mit dem viel zitierten Migrantenhintergrund erlebt. Es wurde mir und meiner Frau mulmig, weil man das Gefühl hatte, wer jetzt was Falsches sagt, bekommt eine "reingeschlagen", wenn nicht Schlimmeres. Bedrückend, ja, aber erstens nichts Neues. Zweites ist es eben nicht legitim, aus persönlicherer Betroffenheit, so wichtig sie für einen selbst ist, auf pauschale, gesellschaftlich allgemein gelten wollende Aussagen zu schließen. Und dass Kinder oder Jugendliche sich Gedanken machen, wie sie am Bildschirm "abräumen und abknallen" können - nun, das mag einem persönlich nicht gefallen, schon gar nicht einer Rezensentin im Feuilleton der "Zeit". Es bedeutet aber nicht, dass die Kids insgesamt auch tatsächlich gewalttätiger geworden wären - das sind sie nämlich nachweislich nicht.
Übrigens appelliere ich in meinem Buch immer wieder an die Eltern, genau wahrzunehmen, welche Games über die Monitore der Kids flimmern - Spiele, in denen "abgeknallt und abgeschlachtet" wird, gehören gewiss nicht in die Hände von Drittklässlern. Zumindest die Altersempfehlungen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (
USK), die auf jeder Spielepackung angegeben sein müssen, sollten Erziehungsberechtigte unbedingt beachten. Aber auch das stelle ich in meinem Buch umfassend dar, in dem ich mit der Thematik Jugendgewalt, Jugendkultur und Computerspiele auch sonst weitaus differenzierter umgehe, als es in der "Zeit"-Rezension den Anschein hat. ...
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Der ARD-Sender
Mitteldeutscher Rundfunk interviewte Pfarrer Thomas Hartmann im Rahmen seines TV-Ländermagazins mdr um 12 am 11. Februar ab 11:45 Uhr zum Thema Jugendgewalt.

Der Österreichische Rundfunk (Ö1) brachte im Rahmen eines mehrfachen Radiokollegs zum Thema "Aggression" ein Interview mit Pfarrer Thomas Hartmann, erstmalige Ausstrahlung am Dienstag, 5. Februar. Näheres dazu auf der Homepage des ORF, ein Internet-Stream ist verfügbar.

Die
Evangelische Zeitung (zuständig für die Evangelisch-lutherischen Landeskirchen Braunschweig, Hannover und Oldenburg) brachte am 27. Januar einen Beitrag mit dem Titel "Schluss mit dem Gewalt-Tabu?". Dieser Artikel ist leider nicht online verfügbar.

Der Frankfurter Eichborn Verlag, bei dem das Buch über das "Gewalt-Tabu" erschienen ist, hat auf seiner Homepage eine Leseprobe online gestellt.

Am 3. Februar erschien in der
Evangelischen Kirchenzeitung dieKirche ein Interview unter dem Titel "Blut auf dem Bildschirm".

Im Rahmen eines zweistündigen Features zum Thema Jugendgewalt und speziell der Jugendstrafanstalt Berlin Plötzensee brachte der
Sender "Fritz" (rbb - Radio Berlin-Brandenburg) ein Telefon-Interview mit Thomas Hartmann zum Thema Gewalt-Tabu und Entwicklung der Jugendgewaltkriminalität in Deutschland.

Am Freitag, 11. Januar, sendete Radio Bremen um 08:10 Uhr ein Live-Interview mit Thomas Hartmann zur Frage der aktuellen Fälle von Jugendgewalt in Deutschland.

Am Mittwoch, 9. Januar, sendete das Kultur-Radio des Mitteldeutschen Rundfunks MDR Figaro ein Interview mit Thomas Hartmann zum Buch über das Gewalt-Tabu. Das Gespräch lässt sich auf der Seite von MDR Figaro auch nachträglich anhören. Dazu auf der Homepage der Sendung nach unten scrollen, bis der Audioplayer mit dem Interview (etwas über 7 Minuten) erscheint.
Weitere Interviews erscheinen in der Neuen Presse Hannover, dem Rheinischen Merkur und zu einem späteren Zeitpunkt in der katholischen Jugendzeitschrift provo (Beilage zu publik forum).
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